Diplombegleitfach

As a consequence of climate change, we need to adapt the way we live to the new age. For architects this means reducing the impact buildings have on the climate by rethinking the supply and the consumption of the building.

 

Dolder Bad und Kunsteinbahn „Sport, Natur und Stadt“

Diplomthema: Am Stadtrand von Zürich, im Übergang von urbanem bebautem Raum und freier Natur, konzentrieren sich verschiedene Aktivitäten, welche dem Stadtbewohner die Möglichkeit geben, die Natur in seiner Freizeit zu erleben. Im Gebiet des Zürichberg befinden sich neben dem Zoo, dem Friedhof Fluntern, dem Fifa-Hauptsitz, dem Dolder Grand, auch unterschiedliche Sportanlagen, wie diejenige der Universität oder eben auch die Freizeitanlage Dolder mit Kunsteisbahn und Freibad. In den letzten 80 Jahren ihres Bestehens wurde die Anlage mehrfach erweitert und umgebaut. Die Gebäude befinden sich nicht mehr im Originalzustand. Die  Sport- und Freizeitanlage Dolder ist heute ein Cluster von vielen einzelnen z.T. überflüssigen und ungenutzten Gebäuden, die einer Erneuerung oder einer Modernisierung bedürfen. Die Absicht der Diplomaufgabe besteht denn auch darin eine zeitgemäße Neubebauung des Ortes anzustreben, um ihm die ursprüngliche Idee einer Freizeitanlage inmitten der Natur zurückzugeben. 

Begleitfachaufgabe: Nach eingehender Analyse gilt es, ein an Ort und Thematik angepasstes Nachhaltigkeitskonzept zu entwickeln, das mit dem Design harmoniert; im besten Fall stärken sich Entwurfsidee und Nachhaltigkeitskonzept gegenseitig. Die konkrete Aufgabestellung gliedert sich in 5 Teilbereiche:

Part A: Site analysis & definition of the site-specific sustainable approach (active and passive measurements)

Part B: Analysis of potential, proposal for renewable energy supply including energy storage & proposal of holistic sustainability strategy

Part C: Calculation of current water & energy consumption, calculation of CO2 emissions

Part D: Design with applied sustainability strategy and energy concept

Part E: Calculation of future water & energy consumption & calculation of future CO2 emissions

Bild: Nachhaltigkeitskonzept zum Entwurf von Natasha Shea (Part A)


Bild: Luftbild Dolderbad, Bild: Integrierte Strategie (Entwurf: N. Shea)

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Anja Willmann This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Architecture & Sustainable Building Technologies


Regensdorf "There is no there"

Gebäude benötigen über 1/3 unserer Energie, 1/3 der Rohstoffe und verursachen über 1/3 der Treibhausgasemissionen. In der Konzeption zukünftiger Städte ist die nachhaltige und emissionsfreie Energieversorgung eine der zentrale Aufgaben mit Auswirkungen auf die städtebaulichen / architektonischen Lösungen.

Durch architektonisch/städtebauliche Massnahmen und technische Systeme können erneuerbare Energiequellen wie Sonne, Wind und Umweltwärme für die nachhaltige Versorgung von Gebäuden mit Energie und Stoffen eingesetzt werden. Für eine gesellschaftliche Akzeptanz sind herausragende, integrierte Lösungen notwendig. Diese sind nur möglich wenn Energie, deren Erzeugung und Einsatz bereits im Konzept mit berücksichtigt wird. Der energetische Kontext wird dabei bestimmt durch den Ort und sein lokales Mikroklima (Verschattung, Ausrichtung, Wind...), die Verfügbarkeit lokaler, erneuerbarer Energiequellen (Sonne, Wind, Umgebungswärme...) aber auch potentieller industrieller Energiequellen (Industrieabwärme, Biogas...).

Gebäude unterschiedlicher Funktion können innerhalb eines Quartiers gemeinsam Quellen nutzen und mittels einer gemeinsamen Infrastruktur Angebot und Nachfrage balancieren. Gebäude mit einem Überschuss an Energie können so Gebäude mit einem höheren Bedarf mitversorgen. Dies erhöht die Flexibilität in den Massnahmen über das Quartier aber auch am einzelnen Gebäude. Die Herausforderung für den Entwurf ist die synergetische Verbindung architektonischer – „passiver“ – Massnahmen mit aktiven Technologien. Die Mixtur muss dabei für jedes Quartier und jedes Gebäude im Kontext des Ortes und des städtebaulichen/ architektonischen Programmes neu zusammengestellt werden.

Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern schwankt das Angebot erneuerbarer Quellen über verschiedene Zeitskalen und muss mit dem Bedarf in Einklang gebracht werden. Hierfür stehen passive Techniken und aktive Technologien für die Erschliessung, Nutzung, Speicherung und Verteilung von Energie in Form von Strom, Wärme und Kälte zur Verfügung. Diese müssen in den Entwurf mit einbezogen werden und können – als Potential verstanden - sogar entwurfsprägend sein.

Für den eigenen Entwurf soll eine nachhaltige Energieversorgung schematisch entwickelt, die wichtigsten Werte berechnet und qualitativ sowie quantitativ bewertet werden. Die energetische Perspektive soll dabei den Entwurf unterstützen und von Anfang an Bestandteil der Lösungsfindung sein. Die Aufgabe besteht aus drei Teilen: Bestandsanalyse, Potentialanalyse und Energiekonzept und Synthese.

Image: Student Hans Leidescher

 

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Michele Leidi This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
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